Förderung

Bitte lesen Sie die folgenden Informationen sorgfältig durch.

Den Direktlink zum Formular finden Sie folgend:
Referenzmittelbindung

Aufgrund eines erfolgreichen, den Förderungsvoraussetzungen entsprechenden Kinofilms (Referenzfilm) fördert das Filminstitut die Herstellung und Entwicklung neuer Filme in Form nicht rückzahlbarer Zuschüsse (Referenzmittel).

Voraussetzung ist, dass der Referenzfilm mindestens 40.000 Referenzpunkte erreicht hat. Die Referenzpunkte werden aus dem Zuschauer*innenerfolg (Besuche) im Inland sowie Teilnahmen und Preisen an international bedeutsamen Festivals ermittelt. Siehe Festivalliste unten bzw. Anlage D der Förderungsrichtlinien.

Die Berechnung der Referenzmittel erfolgt gemäß jenen Förderungsrichtlinien, die zum Zeitpunkt des ersten referenzmittelauslösenden Ereignisses gültig sind: dem gewerblichen Kinostart in Österreich bzw. dem Datum der Festivalteilnahme bzw. der Auszeichnung (Aktuelle Richtlinien).

Für die Berechnung der Referenzmittel steht in der Sidebar ein Tool zur Verfügung. Ein Referenzpunkt entspricht einem Kinobesuch im Inland gegen Entgelt. Werden pro Eintritt weniger als der durchschnittliche österreichische Kartenpreis des Vorjahres, abzüglich der Preise für Filme in 3D und Filme mit Überlänge abgerechnet, so errechnen sich die Eintritte aus den Einnahmen geteilt durch diese Basis. Der Durchschnittskartenpreis beträgt 8,37 Euro für das Jahr 2020 und 8,63 Euro für 2021.

Mindestens 40.000 Referenzpunkte müssen erreicht werden, um Referenzmittel auszulösen, für Kinder-, Nachwuchs- und Dokumentarfilme gelten erleichterte Zugangsbedingungen; 40.000 Referenzpunkte entsprechen 300.000 Euro. Mit dem “Auslands-Oscar” oder der “Goldenen Palme” der Filmfestspiele von Cannes werden 260.000 Punkte ausgelöst, dies entspricht 800.000 Euro, der Obergrenze an Referenzmitteln, die mit einem Film erreicht werden kann.

Um Referenzmittel auszulösen, muss ein Film mindestens zwei der folgenden drei Kriterien erfüllen:

  • Österreichische Regie (Hauptverantwortung)
  • Österreichische Mehrheitsbeteiligung (wobei der künstlerische und technische Anteil dem finanziellen Anteil jedenfalls zu entsprechen hat)
  • Österreichische Hauptverantwortung in zumindest zwei der drei Bereiche Drehbuch, Kamera, Schnitt.

Referenzmittel werden auf Antragstellung durch den*die Produzent*in zur Verfügung gestellt. Dazu steht das Antragsformular Bindung von Referenzmittel zur Verfügung. Spätestens bis 15. Jänner des Jahres, in dem der Abruf geplant ist, sind diese Anträge abzugeben. Nicht rechtzeitig angemeldete Referenzmittel können für das jeweilige Jahr nicht zur Verfügung gestellt werden. Nach Prüfung der Unterlagen erhalten die Produzent*innen die schriftliche Zuerkennung.

Referenzmittel für Produzent*innen
Referenzmittel sind widmungsgemäß für die Herstellung eines neuen Kinofilms zu verwenden. Bis zu maximal 80.000 Euro davon können für Stoffentwicklung (1. und 2. Stufe), Projektentwicklung sowie für sämtliche Maßnahmen der Verwertung verwendet werden.

Die Anträge für die konkrete Projekte können frühestens nach Kinostart gestellt werden und müssen innerhalb von 36 Monaten ab Kinostart mittels Fördervertrag verwendet werden. Nicht innerhalb der Frist abgerufene Referenzmittel erlöschen. Eine Fristverlängerung ist nicht möglich.

Anträge für konkrete Projekte ausschließlich mit Referenzmittel können mit den entsprechenden Formularen jederzeit gestellt werden, sie sind an keinen Einreichtermin gebunden. Alle Unterlagen sind in einfacher Ausführung vorzulegen.

Anträge für Projekte mit selektiven Fördermitteln und Referenzmitteln müssen zu den Antragsterminen gestellt werden.

Es sind die Antragsformulare des jeweiligen Förderbereichs zu verwenden: StoffentwicklungProjektentwicklungHerstellungVerwertung und an einreichung@filminstitut.at zu senden.

Referenzmittel für Autor*innen und Regisseur*innen („incentive funding“)
Zusätzlich zu Referenzmitteln für Produzent*innen fördert das Filminstitut auch die Entwicklung neuer Stoffe („incentive funding“), antragsberechtigt sind die*der Autor*in und die*der Regisseur*in des Referenzfilms. Pro Referenzfilm werden dafür Autor*innen und Regisseur*innen jeweils 24.000 Euro, Autorenfilmer*innen 36.000 Euro zur Verfügung gestellt. Zusätzlich stehen Autor*innen und Regisseur*innen jeweils bis zu 6.000 Euro und Autorenfilmer*innen bis zu 9.000 Euro für das Hinzuziehen einer dramaturgischen Beratung zur Verfügung, wobei davon pro Antrag max. 3.000 Euro abgerufen werden können. Waren mehrere Autor*innen und/oder Regisseur*innen am Referenzfilm beteiligt, wird aliquot geteilt.

Das Filminstitut informiert die Regisseur*innen und Autor*innen über die Zuerkennung und die Höhe der Referenzmittel.

Die Anträge auf Stoffentwicklung können frühestens nach Kinostart, spätestens 24 Monate danach gestellt werden, danach erlischt die Zusage und damit die Bindung dieser Mittel.

Anträge für eine Stoffentwicklung aus Referenzmitteln können jederzeit gestellt werden, sie sind an keinen Einreichtermin gebunden, alle Unterlagen sind in einfacher Ausführung vorzulegen. Es sind die Antragsformulare für die Stoffentwicklung zu verwenden und einreichung@filminstitut.at zu senden.

Für Fragen zur Referenzfilmförderung wenden Sie sich bitte an
Mag.a Lucia Schrenk.

 

 

Festivalliste

ANHANG D (Richtlinien)

SPIELFILM

PREISE (260.000 Punkte)
Cannes (“Palme d’Or”)
Oscars (“Best International Feature Film”, “Best Motion Picture”, “Best *Director”)

PREISE (220.000 Punkte)
Berlin (“Goldener Bär”)
Cannes (“Grand Prix”, “Prix du Jury”, “Prix de la mise en scène”)
Venedig (“Leone d’Oro”)

PREISE (175.000 Punkte)
Berlin (“Silberner Bär – Großer Preis der Jury”, “Silberner Bär für die beste Regie”, Encounters “Bester Film”)
Cannes (“Caméra d’or”, “Prix Un Certain Regard”)
European Film Awards (“Best European Film”, “Best European *Director”)
Golden Globe Awards (“Best Foreign Language Film”)
Venedig (“Leone d’Argento-Gran Premio della Giuria”, “Leone d’Argento-Premio per la migliore Regia”, “Premio Speciale della Giuria”)

PREISE (110.00 Punkte)
Berlin
(“Encounters” “Beste Regie”, “Spezialpreis”)
European Film Award (“European Discovery-Prix FIPRESCI”)
Karlovy Vary (Grand Prix “Crystal Globe”) Locarno (“Pardo d’oro”)
Rotterdam (“Tiger Award”)
San Sebastian (“Concha de Oro”)
Sundance (“World Cinema Grand Jury Prize”)
Toronto (“Platform Prize”)

PREISE (60.000 Punkte)
Berlin (“Preis Bester Erstlingsfilm”, “Caligari-Filmpreis”, “Panorama Publikumspreis”, “Teddy Awards”)
Busan (“Flash Forward Audience Award”)
Karlovy Vary (“Special Jury Prize”)
Locarno “Premio speciale della giuria cineasti del presente”)
Saarbrücken (“Max Ophüls Preis” – Bester Spielfilm)
San Sebastian (“New *Directors Award”)
Shanghai (“Golden Goblet Awards” – Bester Spielfilm)
Tokyo (“Tokyo Grand Prix”)
Venedig (“Premio Orizzonti” per il miglior film, Premio Venezia Opera Prima “Luigi De Laurentiis”)

PREISE (40.000 Punkte)
Créteil Films de Femmes (“Grand Jury Award – Best Narrative Feature Film”)
Dortmund | Köln Internationales Frauenfilmfestival (“Internationaler Debüt- Spielfilmpreis” in Köln, Internationaler Spielfilmpreis” in Dortmund)
Hong-Kong (“Firebird Award”)
London BFI FF (“Best Film Award”)
Mar Del Plata (“Best Feature Length Film”)
New York Tribeca Film Festival (“Nora Ephron Prize”)
Salé Festival International de Femmes (“Grand Prix”)
Seoul International Women´s Film Festival (“SIWFF Best Feature”)
Toronto (“People’s Choice Award”)Teilnahmen (220.000 Punkte)

TEILNAHMEN (220.000 Punkte)
Oscars
(Nominierung “Best International Feature Film”, “Best Motion Picture”, “Best *Director”)

TEILNAHMEN (200.000 Punkte)
Cannes (Wettbewerb)

TEILNAHMEN (110.000 Punkte)
Berlin (Wettbewerb)
Golden Globes (Nominierung “Best Foreign Language Film”, “Best Motion Picture”, “Best *Director”)
Venedig (Wettbewerb)

TEILNAHMEN (60.000 Punkte)
Cannes
(“Quinzaine des *Réalisateurs”, “Semaine de la Critique”, “Un Certain Regard”)
Berlin (“Encounters”)

TEILNAHMEN (30.000 Punkte)
Annecy Festival international du film d’animation (Wettbewerb)
Berlin (Panorama, Forum, Berlinale Special)
Dortmund | Köln Internationales Frauenfilmfestival (Internationale Wettbewerbe)
European Film Awards (“Best European Film”, “Best European *Director”)
Locarno (Wettbewerbe, “Piazza” bei Weltpremiere)
New York Tribeca Film Festival (“International Competitions” – Narrative Competition)
Salé, Festival International de Femmes (Internationale Wettbewerbe)
San Sebastian (Wettbewerbe)
Sundance (“World Dramatic Competition”)
Toronto (“Platform Competition”)
Venedig (“Orizzonti”, “Settimana della Critica”, “Giornate degli *Autori”)

 

ZUSATZLISTE DOKUMENTARFILM

PREISE (260.000 Punkte)
Oscars (“Best Documentary Feature”)

PREISE (110.000 Punkte)
Amsterdam (“Best Award” + Best First Feature)
Berlin (“Dokumentarfilmpreis”)
Cannes (“L’Œil d’or”, The Documentary Prize)
European Film Awards (“Best European Documentary”)
Kopenhagen CPH:DOX (Main Award in each competition)

PREISE (60.000 Punkte)
Leipzig (“Goldene Taube”)
Nyon (“Grand Prix” für den besten Langfilm International Feature Film Competition + Burning Lights Competition)
Sundance (“World Cinema Grand Jury Prize: Documentary”)
Yamagata (“The Grand Prize – The Robert and Francis Flaherty Prize”)

PREISE (30.000 Punkte)
Créteil
Films de Femmes
(“Best Documentary Feature Film”)
London BFI FF (“Grierson Award for Best Documentary”)
Marseille (“Grand Prix”)
Nyon (“Prix Zonta” beste weibliche Regie)
Toronto Hot Docs (“Best International Documentary”)

PREISE (30.000 Punkte)
Karlovy Vary (Grand Prix “Crystal Globe”)
Paris Cinéma Du Reél (“Grand Prix Cinéma du Réel”)
Saarbrücken (“Max Ophüls Preis” Bester Dokumentarfilm
Shanghai (“Golden Goblet Awards” Bester Dokumentarfilm)
Sheffield (“Grand Award”)

TEILNAHMEN (220.000 Punkte)
Oscars
(“Best Documentary Feature”)

TEILNAHMEN (30.000 Punkte)
Amsterdam
(Wettbewerbe)
Cannes Classics (Weltpremiere)
European Film Awards (Nominierung “Best European Documentary”)
Kopenhagen CPH:DOX (Wettbewerbe)
Leipzig (Wettbewerb)
Nyon (International Feature Film Competition + Burning Lights Competition)
Sundance (World Documentaries)
Toronto Hot Docs (International Spectrum)
New York Tribeca Film Festival (“International Competitions” – Documentary Competition)

 

ZUSATZLISTE KINDERFILM

PREISE (60.000 Punkte)

Berlin, Kinderfilmfest “Generation” (“Gläserner Bär für den besten Film” – Generation Kplus und Generation 14 plus)

PREISE (40.000 Punkte)
Amsterdam, Cinekid (“Cinekid Lion” – Best Children’s Film + Best Youth Film)
Chicago CICFF (“Professional Jury Prize for Live Action Feature”)
Gera Kinderfilmfestival (“Goldener Spatz” – Kategorie Langfilm)
Giffoni (“Gryphon Award” Best Film (Elements +6, Elements +10, Generator +13, Generator +16, Generator +18)
Zlin (“Golden Slipper” – Children, Junior, Youth)

TEILNAHMEN (30.000 Punkte)
Amsterdam, Cinekid
Berlin, Kinderfilmfest “Generation”
Chicago CICFF

Redaktioneller Hinweis: Preise und Teilnahmen für Spielfilme gelten für Dokumentar- und Kinderfilme. Weiters wird klargestellt, dass eine Teilnahme “Out of Competition” am Wettbewerb von Cannes, Berlin oder Venedig einer “regulären” Wettbewerbsteilnahme gleichgestellt ist (siehe Pkt. 7.3.).

*Die angeführten Namen von Festivals, -schienen und Preisen wurden im Original übernommen und entsprechen daher nicht in allen Fällen der Genderpolitik des Österreichischen Filminstituts. Selbstverständlich sind bei der Nennung von männlichen Bezeichnungen auch weibliche Filmschaffende angesprochen.

Stoffentwicklung je Referenzfilm ("incentive funding")

  • Autor*in 24.000 EUR (exkl. Dramaturgie je max. 3.000 EUR)
  • Regisseur*in 24.000 EUR (exkl. Dramaturgie je max. 3.000 EUR)
  • Regisseur*in (wenn auch Autor*in) 36.000 EUR (exkl. Dramaturgie je max.3.000 EUR)