Förderung

Gefördert werden abendfüllende österreichische Kinofilme unterschiedlicher Genres mit einer Vorführdauer von mindestens 70 Minuten (programmfüllende Kinofilme) oder von mindestens 59 Minuten (Kinderfilme) bzw. 45 Minuten (Nachwuchsfilme).

Antragsberechtigt sind Produktionsfirmen, die eine aktuelle Filmographie vorweisen können.

Der Richtsatz für die als erfolgsbedingt rückzahlbarer Zuschuss vergebenen selektiven Mittel beträgt 440.000 Euro. Zusätzlich können Referenzmitteln verwendet werden.

Zur Antragstellung ist ein herstellungsreifes Drehbuch bzw -konzept, die Liste der Stabs- und der Castmitglieder sowie die detaillierte Kalkulation samt Finanzierungsplan und Angaben zu allen beteiligten Produktionsfirmen vorzulegen. Eine Überschreitungsreserve in Höhe von 5-8% ist einzukalkulieren. Es steht Ihnen eine jährlich angepasste Kalkulationshilfe zur Verfügung.

Internationale Koproduktionen und Kofinanzierungen  sind österreichischen Filmen gleichgestellt, sofern diese die Bedingungen der jeweiligen Filmabkommen oder des Europäischen Übereinkommens über Koproduktionen von Kinofilmen erfüllen. Förderbar ist nur der österreichische Anteil an der Koproduktion.  Bei Koproduktionen wird erwartet, dass zusätzlich auch Fördermittel des Koproduktionsfonds des Europarates EURIMAGES eingeplant werden.

Nachwuchs - Regie

Als Nachwuchsfilm gilt die erste und/oder zweite alleinverantwortliche Regiearbeit an einem abendfüllenden Kinofilm.

Bei Erstlingsfilmen müssen die in Anhang B der FÖRDERUNGSRICHTLINIEN 01.01.2020 aufgelisteten Richtsätze für Drehbuch- und Regiegagen um 15% unterschritten werden.

In der künstlerischen und wirtschaftlichen Verwertung unterliegt ein Nachwuchsfilm als Referenzfilm günstigeren Bedingungen, wenn seine Fertigungskosten unter 1,5 Mio. Euro liegen.

Nachwuchs - Produktion

Ersteinreichenden Produktionsfirmen (ohne Filmographie) steht Mag. Werner Zappe als Betreuer des produzentischen Nachwuchses zur Verfügung.

Nachwuchs - Werkstattprojekte

Zur Aus- und Weiterbildung von Filmschaffenden können rein österreichische Nachwuchsprojekte als Werkstattprojekte eingereicht werden.

Für die Anerkennung als Werkstattprojekt sind neben der Nachwuchs-Regie zudem mindestens zwei Nachwuchskräfte bei Spielfilmen, und eine Nachwuchskraft bei Dokumentarfilmen aus den kreativen Bereichen Kamera, Schnitt, Ton, Kostüm und Maske als Arbeitnehmer zu beschäftigen. Bei programmfüllenden Langfilmen können nur Werkstattprojekte eingereicht werden, deren Gesamtherstellungskosten 1,55 Mio. Euro nicht überschreiten (nähere Details dazu siehe weiter unten zum Download Kollektivertrag Filmberufe 2020 §19 Werkstattprojekte).

Alle Einreichungen, die dem Filminstitut am Einreichtermin bis 17:00 Uhr vollständig übermittelt werden, werden in der darauf folgenden Sitzung behandelt. Später eintreffende Einreichungen werden dem folgenden Einreichtermin zugeordnet; dasselbe gilt für unvollständige Einreichungen nach Vervollständigung.

Für Fragen zur Einreichung von Herstellungen wenden Sie sich bitte an
Mag.a Iris Zappe-Heller.

Für Fragen zu Nachwuchs- bzw. Werkstattprojekten sowie zur Kalkulation wenden Sie sich bitte an Mag. Werner Zappe.