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George Tabori – der Schriftsteller als Fremder

Ich habe meine Heimat verloren in den dreißiger Jahren, als ich weg musste, mehr oder weniger. Dadurch musste ich Ersatzheimaten finden und das habe ich auch. Ich fühle mich ebenso zuhause oder nicht zuhause in New York wie in Berlin, London, wo ich lang lebte, oder in Wien, aber ich empfinde das als keinen Verlust mehr.Wir sind alle Flüchtlinge, Fremde. Wir sind alle Ausländer auf dieser Welt. Aber bei aller Heimatlosigkeit – die Landschaft der Kindheit, mein Budapest an der Donau, kann ich mir nicht aus dem Herzen reißen, genauso wenig wie Vater und Mutter.

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