- Gibt es zwei Frauen mit Namen,
- die miteinander sprechen
- über etwas anderes als Männer?
AUFBAU DER EXPERT*INNEN-EINORDNUNG FÜR SPIELFILME
Gender-Bias
- Bechdel–Wallace–Test
- Mako Mori-Test
Gender-Präsentation
- Präsenzverhältnis weiblicher, männlicher und nichtbinärer Protagonist*innen
- Alter, soziale Situation
Diversität
- Chaves Perez-Test
Gewalt
- Strukturelle und sexualisierte Gewalt
KRITERIEN FÜR INKLUSIVE NORMALITÄT
- Geschlechter-Gleichstellung bei weiblichen und männlichen Figuren
- Ausgeglichenes oder mehrheitliches Verhältnis der Anzahl weiblicher Protagonistinnen
- Ausgeglichenes oder mehrheitliches Präsenz-Verhältnis (Screen-Time / Sprechzeit) von weiblichen Protagonistinnen
- Ausgeglichenes Verhältnis in der Repräsentation von männlichen und weiblichen Figuren (entsprechende Differenzierung oder Stereotypisierung)
- Weiblicher Lead
- Spezifische und explizite Thematisierung weiblicher Identität und damit in Zusammenhang stehender unterrepräsentierter Inhalte
- Reflexion struktureller Benachteiligung aufgrund von Geschlecht
- Sexismusfreiheit
- Körperliche Diversität
- Keine Darstellung oder keine Beurteilung weiblicher Körper
- Keine Darstellung oder Entkoppelung von sexuellem Begehren und normierten Körperbildern
- Keine Objektivierung weiblicher Figuren
- Expliziter Subjektstatus weiblicher Figuren
- Komplexität und Entwicklung weiblicher Figuren
- Diversität
- Genderdiversität
- Altersdiversität
- Anti-Ableismus (Diverse Fähigkeiten und Körperbilder)
- Plurales Gesellschaftsbild (Migrationsgeschichte, Glaubensvielfalt, Minderheiten)
- Differenzierte Darstellung von Schwangerschaft und/oder Mutterschaft und/oder Diversität sexuellen Begehrens und/oder non-binäre und/oder Trans*figuren
- Explizite Repräsentation unterrepräsentierter Gruppen, die Vorurteile / Stereotype in Frage stellen
- Diskriminierungsfreiheit
- Ungleichheits-verhältnisse werden nicht reproduziert und naturalisiert, sondern kritisch bewertet und in Frage gestellt
- Keine Ausschlüsse und/oder Abwertungen benachteiligter Gruppen in Bezug auf die verhandelten Themen
- Keine Darstellung oder keine entmenschlichende Darstellung sexuell konnotierter Gewalt
- Keine Darstellung oder keine entmenschlichende Darstellungen von Gewalt
- Keine objektivierenden und stereotypisierenden Figurendarstellungen
- Selbstreflexive und komplexe Darstellungsweise
Ab drei positiv bewerteten (+) Kriterien erreicht ein Film in diesem Bereich die Sphäre der inklusiven Praxis.
Tests
- Gibt es eine weibliche Figur
- mit einem eigenen Handlungsbogen,
- der nicht der Unterstützung des Erzählbogens einer männlichen Figur dient?
- Gibt es zwei nicht weiße Figuren oder Figuren mit Migrationshintergrund, die einen Namen haben,
- die miteinander sprechen
- über etwas anderes, als ein Verbrechen?